„Das Projekt wurde unter Mittelständlern fair und auf Augenhöhe durchgeführt.“

Martin Drude, IT-Manager der Trützschler GmbH & Co KG

Unternehmensprofil

Die Trützschler Gruppe zählt mit über 3.000 Mitarbeitern zu den führenden Textilmaschinenherstellern weltweit. Das Unternehmen ist auf Maschinen, Anlagen und Zubehör für die Spinnereivorbereitung, die Nonwovens- und die Chemiefaserindustrie spezialisiert. Die Firmenzentrale des über 120 Jahre alten Unternehmens befindet sich in Mönchengladbach, Deutschland. Desweiteren sind in Deutschland die Tochterfirmen Trützschler Nonwovens und Man-Made Fiber GmbH und die Trützschler Card Clothing GmbH beheimatet. Standorte in Indien, China, Brasilien, USA und der Schweiz sowie eine Reihe von Servicestützpunkten sorgen für Kundennähe in den wichtigen Textilverarbeitungsregionen

Referenzbericht

Die b4dynamics begann mit der GAP/FIT Analyse für den Standort Mönchengladbach im Oktober 2007. Im Juli 2008 startete die Einführung von Microsoft Dynamics AX 2009 und das Projekt wurde in 3 Phasen gegliedert; Finanzbuchhaltung, Übernahme von Stammdaten, und Produktion | Lager | Logistik | Vertrieb | Einkauf.

„Ziel war es 300 User an zwei deutschen Standorten und 60 User in China an das neue ERP System anzuschließen.“
Martin Drude, IT-Manager der Trützschler GmbH & Co KG

Das Projekt wurde weitestgehend nach der Sure Step Einführungsmethodik umgesetzt. Das in China separate Projekt startete im August 2013 und ging im August 2014 in die Go Live Phase über.Bis auf die Anwesenheitszeitund Betriebsdatenerfassung wurde an allen Standorten der komplette Leistungsumfang von Dynamics AX eingeführt. Für die Funktionen des Bereiches HR wurde auch nach der Einführung von Dynamics AX weiterhin eine Fremdlösung eingesetzt. Die großen Herausforderungen für die b4dynamics waren die anfänglichen Performanceprobleme die erst mit Hilfe von Microsoft beseitigt werden konnten. Die Hardwarekompatibilität wurde durch ein gezieltes Hardwaresizing an die Anforderungen angepasst was ganz wesentlich durch den Know-How Aufbau auf
Seiten der Firma Trützschler unterstützt wurde.

Ein großer Schritt war der Wechsel von der bisherigen Individualsoftware hin zur Dynamics AX Standardsoftware. Das ERP System musste zudem Releasefähigkeit zeigen. Aufgrund der vielen erforderlichen Anpassungen und der strukturellen Veränderung ist dies allerdings nur sehr eingeschränkt der Fall. Weitere Herausforderungen waren, die 13-stufige Stückliste in das neue ERP System zu übernehmen, die Lagerprozesse weitestgehend zu automatisieren
und die Produktkonfiguration komplexer Maschinen aus Angeboten und Aufträgen heraus zu gewährleisten. Im Anschluss an die Produktkonfiguration erfolgte die automatische Generierung von Fertigungsstücklisten und Montagearbeitsplänen durch den sogenannten Strukturgenerator. Die für die zeitnahe Disposition (kundenauftragsneutrale Vorproduktion) erforderliche, wachsende Stückliste wurde mit dem sogenannten Standardgenerator realisiert.
Auf der Basis der automatisch generierten Montagearbeitspläne erfolgt die Einplanung und Bearbeitung der kundenauftragsbezogenen Endmontage. Im Anschluss an die Produktkonfiguration erfolgte die automatische Generierung von Fertigungsstücklisten und Montagearbeitsplänen durch den sogenannten Strukturgenerator.

 

  • Die für die zeitnahe Disposition (kundenauftragsneutrale Vorproduktion) erforderliche, wachsende Stückliste wurde mit dem sogenannten Standardgenerator realisiert.
  • Auf der Basis der automatisch generierten Montagearbeitspläne erfolgt die Einplanung und Bearbeitung der kundenauftragsbezogenen Endmontage.
  • Die prozessbedingte, teils aufwändige Rückmeldung von Produktionsaufträgen, die gleichzeitig Fertigmeldung und Akkordzeitverbuchung beinhaltet, wurde mit einer automatischen Onlineverarbeitung umgesetzt, und damit alle folgenden Prozesse bis hin zur internen Leistungsverrechnung automatisiert.

Die Anforderung der IT Leitung an das ERP System war die Ablösung einer über Jahre entwickelten, auf Trützschler perfekt zugeschnitten Host Lösung. Auch mit Dynamics AX wollten die Anwender auf den gewohnten Komfort nicht verzichten was zu umfangeichen Anpassungen führte. Dennoch war, wann immer möglich, eine strenge Orientierung am Standard und die Umsetzung von Anpassungen als Add on unter Verwendung der Standardfunktionalität gefordert. Da weltweit mit der gleichen Applikation gearbeitet werden sollte, die realen Prozesse in den verschiedenen Trützschler Standorten aber teilweise nicht identisch waren, war es erforderlich automatisierte Prozesse buchungskreisbezogen abschaltbar zu gestalten. Grundsätzlich galt es aber die Prozesse für Spinning und Drahtproduktion mit dem gleichen Prozessmodell, identischen Funktionen und Datenstrukturen abzubilden.

Durch die Einführung von Microsoft Dynamics AX entstand ein besseres Prozessverständnis und durch die geringere Fehlertoleranz von AX im Vergleich zur Host Lösung entstand sukzessiv eine verbesserte Datenqualität. Speziell durch den Standardgenerator (auftragsneutrale Vorfertigung) und den Strukturgenerator (automatische Fertigungsstückliste) wurden Durchlaufzeit und Bestände reduziert. Während der gesamten Projektlaufzeit gab es Höhen und Tiefen. Sehr geschätzt wurde dabei der unkomplizierte und direkte Kontakt zur b4dynamics Geschäftsführung. Äußerst positiv war, dass man mit der b4dynamics Geschäftsführung (Heinz Bäurer) jederzeit sehr offen und äußerst zielorientiert über Probleme sprechen konnte.
Die sehr gute Zusammenarbeit mit der b4dynamics Projektleitung und dem kompletten Projektteam wurde darüber hinaus als fair und sehr engagiert über die gesamte Projektlaufzeit beschrieben.